intraOnline On-Premise: das Insel-Modell
intraOnline läuft normalerweise als Cloud-Dienst bei uns. Mit einem On-Premise-Node betreiben Sie dieselbe Software stattdessen auf Ihrer eigenen Hardware — vom Raspberry Pi im Vereinsheim bis zur virtuellen Maschine im Rechenzentrum Ihrer Organisation.
Das Prinzip: eine Insel
Ihr Node ist eine vollständige, eigenständige Installation: eigene Datenbank, eigener Dateispeicher, eigene Konten, eigene Anmeldung. Alle Vereinsdaten — Mitglieder, Nachrichten, Dateien, Termine — liegen ausschließlich bei Ihnen und verlassen Ihre Insel nicht.
Genau vier Dinge verbinden die Insel mit intraOnline, und jedes davon hat einen klaren Zweck:
| Verbindung | Richtung | Zweck |
|---|---|---|
| Lizenz-Abruf (stündlich) | Insel → intraOnline | Ihr Node holt seine signierte Lizenz ab und meldet dabei Betriebszustand und Nutzungszahlen (keine Inhalte — siehe Architektur). |
| Web-Adresse | intraOnline → Internet | Ihre Adresse ihr-verein.intraonline.de wird automatisch auf Ihren Anschluss gezeigt — Sie brauchen kein eigenes DNS. |
| Push-Benachrichtigungen | Insel → intraOnline → Gerät | Die App-Benachrichtigungen laufen über unsere Push-Infrastruktur, weil die Geräte-Anbindung an unsere App gebunden ist. |
| Software-Bezug | intraOnline → Insel | Sie beziehen die Container-Images und Updates aus unserer Registry. |
Fällt die Verbindung aus, läuft Ihre Insel weiter: Die zuletzt geholte Lizenz bleibt gültig, und erst nach 28 Tagen ohne Kontakt wechselt die Installation in den Lesemodus — nichts geht verloren, es kann nur nichts mehr geändert werden, bis die Verbindung wieder steht.
Für wen ist das gedacht?
- Organisationen mit der Vorgabe, Daten ausschließlich auf eigener Infrastruktur zu halten (Behördennähe, Satzung, interne Richtlinien).
- Vereine mit vorhandener IT, die den Betrieb eines Docker-Stacks selbst verantworten können und wollen.
Wenn Sie diese Vorgabe nicht haben, ist die Cloud der einfachere Weg: gleicher Funktionsumfang, ohne eigenen Betrieb.
Was Sie mitbringen
- Hardware: ein Docker-fähiges 64-bit-System (arm64 oder x86_64) mit SSD — eine SD-Karte ist für die Datenbank ungeeignet. Ein Raspberry Pi 5 mit 8 GB und SSD genügt für einen Verein.
- Netz: ein Internetanschluss mit öffentlich erreichbarer IPv4-Adresse und der Möglichkeit, die Ports 80 und 443 weiterzuleiten. (Anschlüsse hinter Carrier-NAT ohne öffentliche Adresse werden derzeit nicht unterstützt — klären Sie das vor der Bestellung mit Ihrem Anbieter.)
- Mail: ein SMTP-Postfach Ihrer Organisation, über das die Insel E-Mails verschickt.
- Betriebsverantwortung: Updates einspielen und Backups liegen bei Ihnen — Details unter Betrieb.
Der Weg zur eigenen Insel
Die Schritte 3 und 4 sind in dieser Dokumentation ausführlich beschrieben: Installation und Einrichtung. Schritt 5 geschieht von selbst, sobald wir Ihre Lizenz eingetragen haben — auf Wunsch stoßen Sie den Abruf in Ihrer Verwaltung per Knopf sofort an.