Betrieb
Lizenz und Betriebsmodus
Ihre Insel holt stündlich ihre signierte Lizenz bei intraOnline ab. Die Lizenz bestimmt je Organisation den Betriebszustand und die vertraglichen Rahmenwerte. Auf einer lizenzverwalteten Insel gelten dabei keine mengenmäßigen Deckel: Speicher, Mail-Versand und Benutzerzahl werden nicht technisch gekappt — der Rahmen ist Ihr Vertrag.
Bei Verbindungsausfall gilt die 28-Tage-Kulanz: Die zuletzt geholte Lizenz bleibt so lange in Kraft. Erst danach wechselt die Installation in den Lesemodus — Daten bleiben vollständig erhalten und lesbar; mit dem nächsten erfolgreichen Abruf ist der Vollbetrieb sofort zurück. In Ihrer Verwaltung sehen Sie jederzeit, wann die Lizenz zuletzt geholt wurde, und können den Abruf per „Jetzt abrufen“ sofort anstoßen.
Updates
Ihre node.env verweist fest auf exakte Software-Stände (per
Digest) — welche Version läuft, ist damit nie ein Zufall. Deshalb
installiert ein bloßes pull kein Update; ein Update sind zwei
Schritte:
-
Neue Image-Referenzen eintragen: Mit jeder Release-Mitteilung von intraOnline erhalten Sie die neuen Referenzen für
IO_IMAGE_BACKEND,IO_IMAGE_WORKERundIO_IMAGE_FRONTEND. Ersetzen Sie die drei Zeilen in Ihrernode.env. -
Anwenden:
docker compose --env-file node.env up -dCompose lädt die neuen Images und startet die betroffenen Dienste neu; Datenbank-Anpassungen führt die Insel beim Start selbst aus.
Planen Sie Updates in ruhige Zeiten; die Unterbrechung liegt im Bereich weniger Minuten.
Diagnose in drei Befehlen
Wenn etwas klemmt, beantworten drei Befehle die wichtigsten Fragen:
docker compose --env-file node.env ps
Läuft alles? — Jeder Dienst sollte running/healthy sein.
docker compose --env-file node.env logs backend | grep -iE "license|error" | tail -20
Was sagt die Insel? — Lizenz-Zeilen und Fehler der letzten Zeit.
docker compose --env-file node.env logs worker | tail -20
Arbeitet der Hintergrund-Dienst? — Mail-Versand, Benachrichtigungen und Aufräumarbeiten laufen hier.
Die Container-Protokolle bleiben lokal auf Ihrer Insel und rotieren automatisch (10 MB, fünf Dateien je Dienst) — nichts davon wird an intraOnline übertragen. Nehmen Sie bei einer Support-Anfrage die relevanten Zeilen aus diesen Befehlen gleich mit.
Backups — Ihre Aufgabe
Ihre Daten liegen ausschließlich bei Ihnen, also liegt auch die Sicherung bei Ihnen. Das Minimum:
- Regelmäßig sichern: die Docker-Volumes der Insel (Datenbank und Dateispeicher) — per Volume-Snapshot oder Datenbank-Dump, an einen zweiten Ort (anderes Gerät, anderer Standort).
- Wiederherstellung einmal proben, bevor der Ernstfall sie erzwingt.
- Die Datei
node.envgehört mit ins Backup (Passwort-Speicher): Ohne ihre Schlüssel ist eine wiederhergestellte Datenbank nicht benutzbar.
Node-Secret erneuern
Das Node-Secret aus der Installation ist der Ausweis Ihrer Insel. Bei
Verdacht auf ein Leck — Dienstleisterwechsel, Personalabgang, Datei am
falschen Ort — stellt intraOnline auf Zuruf ein neues Secret aus. Ab
diesem Moment ist das alte ungültig; Ihre Insel läuft für Ihre Mitglieder
normal weiter, aber Lizenz-Abrufe schlagen fehl und
Push-Benachrichtigungen werden verworfen, bis Sie das neue Secret in
die node.env eingetragen und die Insel neu gestartet haben
(docker compose --env-file node.env up -d). Vereinbaren Sie den Tausch deshalb zu einem
Zeitpunkt, an dem Sie unmittelbar handeln können.
Grenzen, die Sie kennen sollten
- Push-Benachrichtigungen laufen über die Push-Infrastruktur von intraOnline und von dort zu Apple/Google — der einzige laufende Dienst, den eine Insel mitnutzt. Welche Daten dabei fließen, steht in der Architektur.
- Mobile App: Die App aus den Stores verbindet sich derzeit mit der Cloud. Die Anbindung von On-Premise-Inseln an die App wird gerade erprobt — sprechen Sie uns an, wenn das für Sie entscheidend ist.
- E-Mail-Zustellbarkeit hängt an Ihrem SMTP-Postfach und dessen Reputation — nicht an intraOnline.