Zum Hauptinhalt springen

Eigener KI-Anbieter (BYO)

Standardmäßig läuft der KI-Assistent über unseren souveränen Anbieter IONOS (Rechenzentrum Deutschland). Optional können Sie stattdessen einen eigenen, OpenAI-kompatiblen KI-Anbieter hinterlegen — zum Beispiel ein eigenes OpenAI-, Mistral- oder selbst gehostetes Konto.

Dieser Weg ist Self-Service: Er muss nicht durch das intraOnline-Team freigeschaltet werden. Sie nutzen Ihren eigenen Vertrag, Ihre eigenen Kosten und tragen die datenschutzrechtliche Verantwortung für diesen Anbieter selbst (siehe unten).

Was Sie brauchen​

Drei Angaben Ihres Anbieters:

  1. Endpoint-URL — die Basis-Adresse der API, in der Regel inklusive /v1 (z. B. https://api.openai.com/v1).
  2. API-Schlüssel — Ihr geheimer Zugangsschlüssel beim Anbieter.
  3. Modell-ID — die exakte Bezeichnung des Modells (z. B. gpt-4o-mini).
Voraussetzung

Der Endpoint muss OpenAI-kompatibel sein (POST /chat/completions, Authentifizierung per Bearer-Token). Die meisten gängigen Anbieter erfüllen das. Anthropic (Claude) lässt sich so nicht direkt anbinden (anderes API-Format). Azure OpenAI benötigt ggf. eine besondere Konfiguration.

Anbieter-Beispiele​

AnbieterEndpoint-URLBeispiel-Modell
OpenAIhttps://api.openai.com/v1gpt-4o-mini
Mistralhttps://api.mistral.ai/v1mistral-small-latest
Groqhttps://api.groq.com/openai/v1llama-3.3-70b-versatile
OpenRouterhttps://openrouter.ai/api/v1openai/gpt-4o-mini
Selbst gehostet (vLLM, Ollama …)https://ihr-server/v1je nach Installation

Die jeweils aktuellen Modell-IDs entnehmen Sie der Konsole bzw. Dokumentation Ihres Anbieters.

Einrichtung – Schritt für Schritt​

  1. Öffnen Sie die Einstellungen Ihrer Organisation und dort die Karte „KI-Assistent".
  2. Im Bereich „Eigener KI-Anbieter" schalten Sie „Eigenen Endpoint verwenden" ein.
  3. Tragen Sie die Endpoint-URL ein (inkl. /v1).
  4. Tragen Sie unter Modell die Modell-Kennung Ihres Anbieters ein.
  5. Tragen Sie den API-Schlüssel ein.
  6. Klicken Sie auf „Eigenen Anbieter speichern".

Beim Speichern wird die Verbindung automatisch getestet (eine Anfrage an die Modell-Liste des Anbieters). Schlägt der Test fehl, wird nichts gespeichert — prüfen Sie dann URL, Schlüssel und Erreichbarkeit.

Sobald gespeichert und aktiviert, steht der KI-Assistent in allen Editoren über den „KI"-Button zur Verfügung – und nutzt dann Ihren eigenen Anbieter statt IONOS.

Wofür Ihr Anbieter gilt​

Für alle KI-Funktionen von intraOnline, ohne Ausnahme:

  • den Schreibassistenten in den Editoren,
  • die Übersetzung von Inhalten,
  • den Support-Assistenten – auch dann, wenn er nur eine Bedienungsfrage aus der Produktdokumentation beantwortet, und ebenso in seiner erweiterten Betriebsart (Agenten-Modus).

Solange „Eigenen Endpoint verwenden" eingeschaltet ist, geht keine einzige Anfrage an den voreingestellten Anbieter.

Kein stiller Rückfall

Ist Ihr Endpoint vorübergehend nicht nutzbar – abgelaufener Schlüssel, falsche Modell-ID, nicht erreichbarer Server –, dann scheitert die Anfrage mit einer Meldung. Sie wird nicht ersatzweise über den voreingestellten Anbieter beantwortet. Das ist Absicht: Ihre Inhalte gehen nur an den Anbieter, den Sie benannt haben.

Sicherheit & Datenschutz​

  • Ihr API-Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert und nie im Klartext angezeigt. Lassen Sie das Feld beim erneuten Speichern leer, bleibt der hinterlegte Schlüssel erhalten.
  • Eigene Verantwortung: Wenn Sie einen eigenen Anbieter nutzen, werden die zu bearbeitenden Texte an diesen Anbieter übermittelt. Für dessen Datenschutz sind Sie verantwortlich; schließen Sie die nötigen Vereinbarungen direkt mit Ihrem Anbieter ab. Wie eigene Dienste vertraglich abgegrenzt sind, regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag unter Verwaltung → Dokumente & Verträge.
  • Kosten: Sie zahlen Ihren Anbieter direkt. Das Token-Kontingent der Plattform gilt nur für den IONOS-Standard, nicht für eigene Anbieter.

Zurück zum Standard​

Möchten Sie wieder den souveränen IONOS-Standard nutzen, schalten Sie „Eigenen Endpoint verwenden" aus und speichern erneut. Anschließend greift wieder der Standard (sofern für Ihre Organisation freigeschaltet).

Fehlerbehebung​

  • „Der Endpoint muss mit https:// beginnen." — Die URL muss mit https:// starten.

  • „Verbindungstest fehlgeschlagen." — Endpoint-URL (inkl. /v1), API-Schlüssel und Modell-ID prüfen; sicherstellen, dass der Anbieter erreichbar und OpenAI-kompatibel ist.

  • „KI nicht verfügbar" beim Bearbeiten — Prüfen Sie, ob „Eigenen Endpoint verwenden" aktiv ist bzw. der Standard freigeschaltet wurde. Ist Ihr eigener Endpoint eingeschaltet, benennen die Meldungen die Ursache – der Standard springt in keinem dieser Fälle ein:

  • „Der von Ihrer Organisation hinterlegte KI-Anbieter ist derzeit nicht nutzbar." — An der gespeicherten Konfiguration fehlt etwas: leere Modell-ID, leere Endpoint-URL, leerer Schlüssel. Ergänzen und erneut speichern.

  • „Der KI-Anbieter Ihrer Organisation hat den Zugang abgelehnt." — Der Anbieter hat den Schlüssel zurückgewiesen (HTTP 401/403): abgelaufen, widerrufen oder falsch kopiert. Neuen Schlüssel hinterlegen.

  • „Der KI-Anbieter Ihrer Organisation hat einen Fehler zurückgegeben (HTTP …)." — Meist eine falsche Modell-Kennung oder eine Endpoint-URL ohne /v1. Beides gegen die Konsole Ihres Anbieters prüfen.

  • „Der KI-Anbieter Ihrer Organisation ist nicht erreichbar." — Der Server antwortet nicht oder die Anfrage lief in die Zeitüberschreitung. Erreichbarkeit prüfen; bei selbst gehosteten Installationen auch Firewall und Zertifikat.

  • „Das Guthaben bzw. Kontingent Ihres KI-Anbieters ist erschöpft." — Abrechnung und Limits beim Anbieter prüfen.

Soll bis zur Klärung wieder der Standard greifen, schalten Sie „Eigenen Endpoint verwenden" aus und speichern erneut.

Siehe auch​